100 Jahre Sozialdienst katholischer Frauen in KasselPontifikalamt mit Bischof Heinz Josef Algermissen in St. Elisabeth-Kirche Kassel (wer/bpf). Seit 100 Jahren engagieren sich katholische Frauen in Kassel für Menschen in schwierigen Lebenssituationen und zeigen ihnen Lebensperspektiven auf. Dieses Jubiläum nimmt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Kassel e.V. am Mittwoch, 16. April, zum Anlaß für eine Jubiläumsfeier. Der Tag beginnt um 10.30 Uhr mit einem Pontifikalamt in der Kirche St. Elisabeth am Kasseler Friedrichsplatz, das Bischof Heinz Josef Algermissen halten wird. Um 12.30 Uhr schließt sich im Regionalhaus Adolph Kolping, Die Freiheit 2, ein Empfang an, bei dem unter anderem die Schauspielerin Sabine Wackernagel Gedichte und Texte vorträgt. Es handelt sich beim Kasseler SkF um eine sehr stark frequentierte Beratungsstelle im Norden des Bistums.
„Die gesellschaftlichen Bedingungen und speziellen Anforderungen für die Aufgaben des SkF haben sich im Laufe der letzten 100 Jahre stetig gewandelt“, sagt Sigrid Malirsch, Vorsitzende des Kasseler SkF. Die Konstante des Handelns bliebe und bleibe auch in Zukunft, die sich aus der christlichen Grundhaltung ergebende Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. „Unser Motto lautet daher: Da sein – leben helfen“. Der SkF Kassel engagiert sich in der Beratung von Schwangeren und bei der Betreuung nach dem Betreuungsgesetz (BtG). In der Schwangerenberatung werden neben Schwangeren auch Alleinerziehende und Familien in Not- und Konfliktsituationen durch Rat und Tat unterstützt. Dies geschieht unabhängig von Nationalität, Religions- und Konfessionsangehörigkeit, auf Wunsch auch anonym und stets kostenlos.
Kontakt: Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. Kassel, Die Freiheit 2, 34117 Kassel, Telefon: 0561/7004-236, Telefax: 0561/7004-163, E-Mail: SkF-Kassel@t-online.de, www.skf-kassel.de; Spendenkonto: Kasseler Sparkasse, BLZ 520 503 53, Konto: 122 962.
Der SkF in Kassel 1908 gründeten engagierte katholische Kasseler Frauen den „Verein zum guten Hirten“. Der Verein nahm sich alleinstehenden schwangeren Frauen und deren Kinder an. Bereits 1918 betätigte der Verein sich in der städtischen Entbindungsanstalt, dem Landeskrankenhaus, dem Gefängnis und dem Zuchthaus in Ziegenhain. Es wurden psychisch kranke Menschen betreut und Frauen, die aufgrund von Prostitution und Abtreibung im Gefängnis saßen. 1921 Zusammenarbeit mit den „Barmherzigen Schwestern“, Kassel, zur Unterbringung von ausgenutzten Dienstmädchen und Fabrikarbeiterinnen. Nach der sehr schwierigen Weiterarbeit unter Geheimhaltung in den 1930er Jahren erfolgte 1948 die Wiederaufnahme der ehrenamtlichen sozialen Tätigkeit, die durch die Nachkriegsjahre geprägt wurde: Heimatlosigkeit, Flucht, Vertreibung. 1958 wurden bereits zwei hauptberufliche Fürsorgerinnen beschäftigt. 19 ständige ehrenamtliche Helferinnen, 61 gelegentliche Helferinnen und 150 fördernde Mitglieder bildeten den Verein. 1968 bekam der Verein seinen heutigen Namen „Sozialdienst katholischer Frauen e.V.“ Kassel (SkF). 1976 führte der SkF die Beratung für Frauen in Konflikt- und Notsituationen weiter, die jetzt durch die Reform des Paragraphen 218 Strafgesetzbuch im gesetzlichen Rahmen verankert wurde.
1978 wurde mit der Genehmigung zur Führung von Vereinsvormundschaften durch das Landesjugendamt die Arbeit des SkF vom Regierungspräsidenten anerkannt. 1992 wurde der SkF anerkannter Betreuungsverein. 1993 erfolgte der Ausstieg aus der gesetzlichen Schwangerschaftskonfliktberatung. Im Anschluß wurde der Beratungsstelle die kirchliche Anerkennung ausgesprochen. Im März 2003 eröffnete der SkF Fulda eine Babyklappe im Marienkrankenhaus in Kassel. Im Februar 2007 startete der „Schnupperkurs mit Baby“, ein von Jugendlichen begeistert aufgenommenes Projekt, das mit Hilfe von Babysimulatoren den Umgang mit „echten Babys“ üben läßt. Im November 2007 konnte eine Außensprechstunde in Hofgeismar eröffnet werden.
2008 umfaßt die Beratungsstelle des SkF Kassel ehrenamtliche Vorstandsfrauen, die geschäftsführende Aufgaben wahrnehmen, fünf hauptberufliche Mitarbeiterinnen in der Schwangerenberatung – überwiegend diplomierte Sozialarbeiterinnen und -pädagoginnen, zwei hauptberufliche Betreuerinnen, ebenfalls Diplom-Sozialarbeiterinnen und -pädagoginnen und zwei Verwaltungskräfte. 14 ehrenamtliche Frauen stehen helfend zur Seite. Die Arbeit aller Mitarbeiterinnen wird durch einen Priester unterstützt, den Geistlichen Beirat. Dieses Amt hat Pfarrer Martin Gies (Fuldatal-Ihringshausen) inne. 09.04.2008Bischöfliche Pressestelle, 36001 Fulda / Postfach 11 53 / Telefon: 0661 / 87-299 / Telefax: 87-568 / E-Mail: presse@bistum-fulda.de / Internet: www.bistum-fulda.de / Redaktion: Christof Ohnesorge.
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Aktuelles
Traditioneller Neujahrsempfang des Bistums„Die Kirche in Deutschland, natürlich auch die fuldische Kirche, ist längst nicht mehr einfach Volkskirche. Sie ist auch noch nicht wirklich missionarische Kirche.“ Dazu müsse gehören, daß Kirche in dieser Zeit lebt, daß sie die Zeichen der Zeit deute und als Zeit-Zeichen wahrnehme. Dies betonte der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen am Donnerstag, 1. Januar, beim traditionellen Neujahrsempfang im Fuldaer Priesterseminar. Buch über das Bischöfliche Konvikt in Fulda erschienen"Das Bischöfliche Konvikt zu Fulda. Ein Lebensbild des ehemaligen Bischöflichen Internates zu Fulda in den Jahren 1950 bis 1980" - so lautet der Titel des Buches.domradio: Jetzt auch in Fulda auf UKWDas domradio kann man jetzt auch im Großraum Fulda über die UKW-Frequenz 99,2 MHz hören.Bischof Heinz Josef Algermissen predigte an Silvester im Fuldaer Dom„Unsere Pastoralverbünde mit ihren Gemeinden werden dann bereichernd als Kirche vor Ort erlebt und erfahren werden, wenn jede Gemeinde und jede Gruppe sich als Teil der großen katholischen und apostolischen Kirche empfindet.“ - so Bischof Algermissen in seiner Predigt am Silvestertag.Lourdes-Wallfahrt der hessischen BistümerVom 11. bis 15. Juni 2009 wird wieder eine gemeinsame Lourdes-Wallfahrt der Bistümer Fulda, Limburg und Mainz für Gesunde, Behinderte, Kranke und Pflegebedürftige stattfinden.Bonifatiuswerk beschließt Bauhilfen 2009 – vier Projekte im Bistum FuldaMit 4.686.000 Euro bezuschußt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2009 insgesamt 91 Projekte in der deutschen, nordeuropäischen sowie baltischen Diaspora.Bistumshaushalt 2009Den Bistumshaushalt 2009 hat der Diözesan-Kirchensteuerrat auf seiner jüngsten Sitzung in Fulda verabschiedet. Mit 111,5 Millionen Euro liegt das Etatvolumen rund 706.000 Euro (0,63 Prozent) über dem Ansatz des Jahres 2008.StellungnahmeStellungnahme von Bischof Heinz Josef Algermissen zur am 12. Dezember 2008 veröffentlichten Instruktion „Dignitas Personae“.Kolpingjugend hilft mit 19.000 Euro Simbabwe-Projekt„Die Hilfe für das aktuell erheblich von Krisen gebeutelte südafrikanische Simbabwe ist dringend notwendig“, betonte Steffen Flicker, Diözesanvorsitzender des Kolpingwerks, bei der Übergabe eines Schecks in Höhe von 19.000 Euro an Jesuitenpater Heribert Müller aus Simbabwe.Abgeltungssteuer und KirchensteuerMit Wirkung zum 1. Januar 2009 wird die Besteuerung von Kapitelerträgen neu geordnet und sowohl für den Steuerbürger als auch für die Finanzverwaltung vereinheitlicht und vereinfacht.Stellenangebot AusbildungsberufeDas Bischöfliche Generalvikariat Fulda stellt zum 1. September 2009 Auszubildende für die Berufe Bürokommunikation bzw. Verwaltungsfachangestellte/r ein. |