Einsatz gegen Todesproduktion gefordertBischof Algermissen bei Haupttagung der Männerarbeit in Fulda Fulda (bpf). „Ich wünsche Ihnen die österliche Kraft zum Aufstand gegen alles Todbringende in dieser Welt“, betonte Bischof Heinz Josef Algermissen am Donnerstag, 10. April, im Fuldaer Bonifatiushaus. In einem Grußwort aus Anlaß der diesjährigen Haupttagung der katholischen Männerarbeit, die sich unter dem Titel „Väterlich führst du mich“ mit der Präsenz der Väter in den Familien befaßte, rief der Oberhirte zum gemeinsamen Kampf gegen jedwede Todesproduktion auf – gegen milliardenschwere Rüstung, gegen die „Todesstrategien des Aushungerns der Armen“, aber auch gegen die Tötung des ungeborenen menschlichen Lebens und die Euthanasie, die sich hinter dem Begriff „aktive Sterbehilfe“ verberge.
Als Reaktion auf den totalitären und gottlosen Machtanspruch des Nationalsozialismus seien auch die „Richtlinien zur Männerseelsorge“ entstanden, die am 19. August 1936 von der Fuldaer Bischofskonferenz verabschiedet wurden, wie der Bischof zu Beginn seiner Ansprache in Erinnerung rief. In der Folgezeit sei Fulda der zentrale Ort der Reflexion über die kirchliche überdiözesane Männerarbeit unter den Bedingungen der jeweiligen Zeit geworden, was auch zukünftig so sein solle.
An einige wichtige Konferenzen der Vergangenheit erinnerte Algermissen sodann besonders: „Als Bischof von Fulda (1939-1958) und Protektor der Männerseelsorge in Deutschland suchte Johannes Dietz in der dunklen Zeit der Bedrängungen durch den Nationalsozialismus immer wieder Kontakt zu den Männern des Widerstandes. So kam es vielfach zu Treffen im Fuldaer Bischofshaus. Häufiger Gesprächspartner von Bischof Dietz war auch der Jesuit und Soziologe Alfred Delp, der die katholische Männerseelsorge über Jahre mitgeprägt hat.“ Wenige Tage vor seiner Hinrichtung am 2. Februar 1945 durch die Mächte des Bösen habe dieser geschrieben: „Das eine ist mir so klar und spürbar wie selten: Die Welt ist Gottes so voll. Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen. Wir aber sind oft blind. Wir bleiben in den schönen und den bösen Stunden hängen und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt, an dem sie aus Gott herausströmen.“ Dann fügte er zur Verdeutlichung noch hinzu: „Das gilt … für alles Schöne und auch für das Elend.“
Angesichts seiner bevorstehenden Hinrichtung habe Delp betont: „Die Welt ist Gottes so voll.“ Da gebe es laut Bischof Algermissen keine Projektion in eine ferne Zukunft, kein vertröstendes Futur, sondern eindeutige Gegenwart. „Alfred Delp, dessen Spiritualität wir in unserer Kirche noch entdecken müssen, besteht auf der Einheit von Karfreitag und Ostern, vom Gekreuzigten und Auferstandenen.“ Gott sei „so erschreckend und überraschend anders“, daß er sogar den furchtbaren Widerspruch des Karfreitags, den Schrei der Verlassenheit, aushalte und auflöse. Den Verantwortlichen der katholischen Männerseelsorge wünschte der Bischof die Entdeckung bzw. Wiederentdeckung der Spiritualität des Osterzeugen Pater Alfred Delp. 14.04.2008Bischöfliche Pressestelle, 36001 Fulda / Postfach 11 53 / Telefon: 0661 / 87-299 / Telefax: 87-568 / E-Mail: presse@bistum-fulda.de / Internet: www.bistum-fulda.de / Redaktion: Christof Ohnesorge.
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Aktuelles
Traditioneller Neujahrsempfang des Bistums„Die Kirche in Deutschland, natürlich auch die fuldische Kirche, ist längst nicht mehr einfach Volkskirche. Sie ist auch noch nicht wirklich missionarische Kirche.“ Dazu müsse gehören, daß Kirche in dieser Zeit lebt, daß sie die Zeichen der Zeit deute und als Zeit-Zeichen wahrnehme. Dies betonte der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen am Donnerstag, 1. Januar, beim traditionellen Neujahrsempfang im Fuldaer Priesterseminar. Buch über das Bischöfliche Konvikt in Fulda erschienen"Das Bischöfliche Konvikt zu Fulda. Ein Lebensbild des ehemaligen Bischöflichen Internates zu Fulda in den Jahren 1950 bis 1980" - so lautet der Titel des Buches.domradio: Jetzt auch in Fulda auf UKWDas domradio kann man jetzt auch im Großraum Fulda über die UKW-Frequenz 99,2 MHz hören.Bischof Heinz Josef Algermissen predigte an Silvester im Fuldaer Dom„Unsere Pastoralverbünde mit ihren Gemeinden werden dann bereichernd als Kirche vor Ort erlebt und erfahren werden, wenn jede Gemeinde und jede Gruppe sich als Teil der großen katholischen und apostolischen Kirche empfindet.“ - so Bischof Algermissen in seiner Predigt am Silvestertag.Lourdes-Wallfahrt der hessischen BistümerVom 11. bis 15. Juni 2009 wird wieder eine gemeinsame Lourdes-Wallfahrt der Bistümer Fulda, Limburg und Mainz für Gesunde, Behinderte, Kranke und Pflegebedürftige stattfinden.Bonifatiuswerk beschließt Bauhilfen 2009 – vier Projekte im Bistum FuldaMit 4.686.000 Euro bezuschußt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2009 insgesamt 91 Projekte in der deutschen, nordeuropäischen sowie baltischen Diaspora.Bistumshaushalt 2009Den Bistumshaushalt 2009 hat der Diözesan-Kirchensteuerrat auf seiner jüngsten Sitzung in Fulda verabschiedet. Mit 111,5 Millionen Euro liegt das Etatvolumen rund 706.000 Euro (0,63 Prozent) über dem Ansatz des Jahres 2008.StellungnahmeStellungnahme von Bischof Heinz Josef Algermissen zur am 12. Dezember 2008 veröffentlichten Instruktion „Dignitas Personae“.Kolpingjugend hilft mit 19.000 Euro Simbabwe-Projekt„Die Hilfe für das aktuell erheblich von Krisen gebeutelte südafrikanische Simbabwe ist dringend notwendig“, betonte Steffen Flicker, Diözesanvorsitzender des Kolpingwerks, bei der Übergabe eines Schecks in Höhe von 19.000 Euro an Jesuitenpater Heribert Müller aus Simbabwe.Abgeltungssteuer und KirchensteuerMit Wirkung zum 1. Januar 2009 wird die Besteuerung von Kapitelerträgen neu geordnet und sowohl für den Steuerbürger als auch für die Finanzverwaltung vereinheitlicht und vereinfacht.Stellenangebot AusbildungsberufeDas Bischöfliche Generalvikariat Fulda stellt zum 1. September 2009 Auszubildende für die Berufe Bürokommunikation bzw. Verwaltungsfachangestellte/r ein. |